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jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken

Seit mehreren Wochen befinden wir uns nun in Isolation und das wirkt auf jeden anders. Die einen genießen es, manche verweigern die Realität, manche resignieren, manche verbreiten End-Zeit-Stimmung und viele machen alles davon in unterschiedlichsten Reihenfolgen!

Jeder hat seine eigene Vorstellung und somit eigene Realität – aber eines sollten alle verinnerlichen – ES WIRD WEITERGEHEN!

Aber wie? Das ist noch nicht klar – aber darin liegt die Challenge! Zu jammern ist das Leichteste und auch, wie ich mittlerweile gelernt habe, das sozial Angesehenste! Wenn jemand nicht jammert stimmt was nicht, im Gegenteil manches mal werden solche Leute dann sogar als überheblich schubladisiert! Manchmal stimmt das vielleicht, manchmal aber auch nicht und deshalb sollten wir es ab und zu einfach nur als positive Stimmung wahrnehmen und uns vielleicht davon anstecken lassen.

Langsam lässt die Schockstarre los und wir realisieren – nein es ist nicht wieder alles gut! Und jetzt?

…jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken – sondern kreativ werden!

Und schon wieder sind wir in der agilen Welt angekommen. Jeder muss sich sein Ziel wieder vor Augen führen und dann überlegen, wie er es erreichen kann! Sich jetzt die Decke über den Kopf zu ziehen und zu warten bis alles wieder wie früher ist, könnte fatal enden.

Auch auf die Gefahr hin, dass es jeder mittlerweile weiß: „jede Krise hat ihre Chance!“

Es gibt mittlerweile viele tolle Berichte von Unternehmen, die neue Wege beschreiten, auf die sie ohne Krise gar nicht erst gekommen wären oder die Ideen verwirklichen, die sie sich selbst nicht zugetraut hätten – Angst zu scheitern.

Wer in einer Krise scheitert – scheitert trotzdem als Held.

Auch in der Krise bestätigt sich meine These, dass Menschen nur älter werden aber in den Bedürfnissen und Handlungen immer agieren wie Kinder im Kindergarten. Und meinen Kindern sei Dank, habe ICH im „Homeschooling“ sehr viel gelernt! Zum Beispiel, dass ich Mama bin und nicht Deutschlehrerin und dass ich auch jetzt nicht meine Rolle tauschen oder wie es die Literatur sagt – „einen anderen Hut aufsetzen“ sollte.  Dass ich aber vor allem in einer turbulenten Zeit eine Leitfigur sein und Orientierung geben muss – das ist meine Aufgabe!

Das bedeutet nicht, dass ich nicht auch einmal Angst haben darf oder vielleicht eine falsche Entscheidung treffen darf – es bedeutet „lediglich“, dass ich mein Handeln erklären muss und somit zu versuchen Verständnis zu erwecken! Nur wenn meine Kinder verstehen, warum es derzeit wichtig ist keine Freunde einzuladen, nur dann werden sie mir dafür nicht böse sein!

Und so funktioniert auch Führung. Niemand trifft immer die richtigen Entscheidungen, niemand kann Dinge voraussehen, aber man kann seine Entscheidungen erklären und zu seinen Prinzipien stehen!